Die Geschichte der Klosterruine Limburg

Vor über 500 Jahren:

Die Zerstörung der Limburg durch Graf Emich VIII. zu Leiningen

In diesen Tagen jährt sich zum 515. Mal die Zerstörung des Klosters Limburg, damals eines der bedeutendsten Klöster in Deutschland. Kaiser Konrad II. hatte die Benediktinerabtei im Jahr 1025 gegründet und ihr aus seinem Besitz ausgedehnte Ländereien und Pfründe geschenkt. Im Jahre 1206 wurden die Grafen zu Leiningen als Schutzvögte des Klosters bestimmt. Der Streit zwischen dem Kloster Limburg und den Leiningern begann bereits einige Jahre später, als die Grafen zu Leiningen ohne Genehmigung des Abts auf Limburger Gebiet die Hardenburg errichteten.
1317 kam es nach Erbstreitigkeiten zur ersten Teilung der Grafschaft zwischen Jofried und seinem Bruder Friedrich V. Der Bau der Dürkheimer Burg, Streitigkeiten mit den Äbten der Limburg und familiäre Erbauseinandersetzungen belasteten die Familie finanziell erheblich. Zur Konsolidierung der Kassenlage wurden ganze Dörfer samt Leibeigenen verpfändet, Zölle auf alle möglichen Waren erhoben und immer wieder versucht, auch mit kriegerischen Mitteln, die an Raubritter erinnerten, die chronisch leere, gräfliche Schatulle aufzufüllen. Der Krieg Emichs V. gegen die Reichsstädte Mainz, Oppenheim, Worms und Speyer endete 1375 mit der ersten Erstürmung Dürkheims in einem Desaster.
Nach dem Aussterben eines Leininger Familienzweiges, kam es zu ernsten, lange andauernden Erbauseinandersetzungen mit den pfälzischen Kurfürsten, die sich 1467 unter recht fragwürdigen Umständen einen großen Teil der Ländereien angeeignet hatten und ihre Vormachtstellung im Südwesten Deutschlands untermauerten.

Emich VII. wartete auf eine günstige Gelegenheit, dem Pfälzer seine Dörfer wieder zu nehmen und unterstützte den Herzog von Veldenz in seinem mit Unterbrechungen zehn Jahre währenden Krieg gegen Kurfürst Friedrich I. Doch die Leininger zogen den Kürzeren. Nach zwei Angriffswellen war Dürkheim 1471 sturm­reif geschossen und musste um Waffenstillstand bitten. Gegen eine Geldzahlung konnte zwar die Plünderung und Brandschatzung verhindert werden, nicht jedoch die Schleifung der Festungsan­lage. Die Geldsorgen der Leininger wuchsen weiter, als der Limburger Abt Entschädigungen nach Verlusten bei der Erstürmung der Stadt forderte. Doch nicht nur im Leininger Land herrschte der Krieg.


In ganz Deutschland waren der Adel und der Klerus in Aufruhr, jeder kämpfte gegen jeden. Der 1495 auf dem Reichstag zu Worms von Kaiser Maximilian verkündete „ewige Landfriede“ und die Errichtung eines Reichskammergerichts in Speyer zur fried­lichen Beilegung von Streitigkeiten beendeten den Konflikt zwischen dem pfälzischen Kurfürsten und den Leiningern nicht. Emich VIII. rüstete auf, erweiterte die Hardenburg und verstärkte sie mit Geschütztürmen.
Wegen der Ächtung des pfälzischen Kurfürsten durch den Kaiser, witterte der Leininger eine neue Chance und schloss sich den Gegnern seines alten Feindes an. Nach einem Kriegszug an der Bergstraße und Verwüstungen pfälzischer Dörfer zusammen mit seinem Verbündeten, dem Landgrafen Wilhelm von Hessen, kümmerte sich Emich um den ältesten Gegen­spieler der Leininger, das Kloster Limburg. Nach dem Verlust der Schutzvogtei an die Kurpfalz hatte er wenig Skrupel und ließ das Kloster 1504 plündern und niederbrennen. Allzu viel war nicht mehr vorhanden, da die Mönche in weiser Voraussicht einen Großteil ihrer Kostbarkeiten nach Speyer hatten auslagern kön­nen. Übrig blieben ein paar Fuder Wein für Emichs durstige Soldaten. Der Leininger versuchte sich später herauszureden, er sei krank gewesen und habe den Befehl zur Zerstörung nicht gegeben. Zudem habe er kein Kloster, sondern ein Haus voller lasterhafter Mönche zerstört.
Zwar wurde die Limburg zeitweise wieder bewohnbar gemacht, aber die Zeit des einst mächtigen und reichen Benediktinerklosters war seit der Säkularisation durch Kurfürst Friedrich IV. 1574 unwiderruflich vorbei.

Zerstörung der Limburg im Jahre 1504

Die Konflikte zwischen dem Kloster Limburg und den Grafen zu Leiningen waren zu diesem Zeitpunkt fast 400 Jahre alt. Beide stritten um die Vorherrschaft an der Mittelhaardt. Nach der Eroberung Dürkheims durch
Kurfürst Friedrich I. im Jahre 1471 verlor das Haus Leiningen die Vogtei (Schutzherrschaft) über das Kloster Limburg an die Kurpfalz.
Als über den Schutzherrn der Limburg, Kurfürst Philipp von der Pfalz, vom Kaiser die Reichsacht verhängt wurde, nutzte Graf Emich VIII. die Gunst der Stunde, ließ das Kloster erstürmen und in Brand setzen. Er selbst war dabei nicht anwesend. Später versuchte sich Emich herauszureden, er sei krank gewesen und habe den Befehl zur Zerstörung nicht gegeben. Zudem habe er kein Kloster, sondern ein Haus voller lasterhafter Mönche zerstört.

Nach zeitgenössischen Berichten brannte die Limburg neun Tage und neun Nächte. Abt Machar gelang es jedoch, die kostbare Bibliothek und andere Wertgegenstände nach Speyer zu schaffen. Von diesem Schlag sollte sich das Kloster nicht mehr erholen. Bis 1843, als die Stadt Dürkheim die Limburg erwarb, diente sie als Steinbruch.

St. Ludwigskirche 175- Jahrfeier

Bis zur Einweihung der Ludwigskirche hatten die Katholiken nur in der kleinen Kirche in Pfeffingen (später abgerissen, heute Weingut Fuhrmann-Eymael) die Möglichkeit, ihren Gottesdienst abzuhalten.
Als im Jahr 1825 die Zahl der Katholiken auf 1 300 gestiegen war, entschloss man sich, in Dürkheim eine neue, größere Kirche zu bauen. Am 2. Adventssonntag des Jahres 1826 erließ Pfarrer Zimmer einen Aufruf zur Sammlung von Spenden für einen Neubau. Der bayerische König genehmigte eine landesweite Kollekte und unterstützte persönlich das Vorhaben mit 20 großen Baumstämmen aus dem Staatswald, welche er der katholischen Gemeinde kostenfrei überließ. Der Bauplan stammte von Bezirksbauingenieur Bernhard Spatz aus Speyer. Am 27.5.1828 legte Bischof Martin von Speyer den Grundstein, das am 31.8.1829 feierlich eingeweiht wurde.

Kolping, 75. Jahrfeier

Als der Verein 1929 in Bad Dürkheim gegründet wurde, herrschte in weiten Kreisen vor allem wegen der hohen Arbeitslosigkeit große Not. Die Mitgliederzahl wuchs in kurzer Zeit auf 70 Personen. Einige von ihnen nahmen am Deutschen Gesellen Tag 1933 in München teil, wo es zu Tumulten mit der SA kam. Die Veranstaltung musste abgebrochen werden. 1935 wurden alle Gesellenvereine aufgelöst. 1947 wurde die Kolpingarbeit in den Kellerräumen des Dürkheimer Schwesternhauses wieder aufgenommen.

1964 konnte das 35-jährige Bestehen mit einem Diözesan-Kolpingtag gefeiert werden. Die Kolping-Arbeit wandte sich auch gesellschaftlichen und theologischen Fragen zu. Seminare wurden ins Leben gerufen, wobei Frauen und Jugendliche eigene Gruppen bildeten und auch Kinderfeste organisierten. Kolping-Mitglieder packten auch beim Bau des Kindergartens und des Pfarrzentrums mit an.

Chronologischer Abriss

Mit freundlicher Unterstützung des Stadtarchives Bad Dürkheim.

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